Kreuzeiche bei Hürbel

Kreuzeiche bei Hürbel

Die Kreuzeiche steht oberhalb der kleinen Ortschaft Hürbel am Rangen auf dem Bocksberg, etwa 7 km nordwestlich von Ansbach. Die Eiche hatte um 1900, zur Zeit ihrer größten Wuchskraft, eine Kronenausdehnung von maximal 39,5 m. Heute gibt es in Deutschland keinen Altbaum mehr, der diese Ausdehnung erreicht. Die Kronenausdehnung hat sich jedoch in den letzten 100 Jahren reduziert. Heute beträgt der Kronendurchmesser nur noch etwas über 20 m. Die Eiche scheint recht langsam zu wachsen. Friedrich Stützer gibt 1902 für 2 m Höhe einen Umfang von etwas über 5 m an. 2015 beträgt der Umfang in 2 m Höhe 6 m. Über die Eiche gibt es mehrere Legenden. Eine besagt, dass Hans Roi, ein ruheloser Fuhrmann, während der Adventszeit in jeder Nacht mit seinem Haupt unter dem Arm auf einem schwarzen Rappen in wilder Fahrt um den Bocksberg herum, beginnend an der Kreuzeiche, geritten sein soll. Dabei soll er sein sechsspänniges Fuhrwerk neben sich her gehetzt haben. Der Monumentale Stamm hat Elefantenfußartige Wurzelansätze. In knapp 3 m Höhe gehen 2 Äste Kreuzförmig ab, woher die Eiche ihren Namen hat. Der Stamm ist noch ohne Beeinträchtigung. Zahlreiche Äste der Krone sind etwas eingekürzt, aber die Krone ist noch fast vollständig erhalten. Die Vitalität ist noch sehr gut.

Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1990 6,00 m Hans Joachim Fröhlich
2015 6,45 m Rainer Lippert
Ort: Hürbel am Rangen
Gemeinde: Lehrberg
Landkreis: Ansbach
Bundesland: Bayern
Höhe: 495 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 350 Jahre
Brusthöhenumfang: 6,45 m
Taillenumfang: 6,00 m
Höhe des Baumes: 16 m
Kronendurchmesser: 22 m
Jahr der Messungen: 2015
Kreuzeiche bei Hürbel um 1902
Kreuzeiche um 1902, Friedrich Stützer

Literatur

  • Stefan Kühn, Bernd Ullrich, Uwe Kühn: Deutschlands alte Bäume. 7. Auflage, Neuausgabe. BLV Verlagsgesellschaft, München 2014, ISBN 978-3-8354-1224-8, Seiten 148-149.
  • Horst M. Auer: Fundort Natur: Naturdenkmäler zwischen Fränkischer Schweiz und Altmühltal. Vierte, überarbeitete und aktualisierte Neuauflage 2013, ars vivendi verlag GmbH & Co. KG, Cadolzburg 2013.
  • Bernd Ullrich, Stefan Kühn, Uwe Kühn: Unsere 500 ältesten Bäume: Exklusiv aus dem Deutschen Baumarchiv. 2. neu bearbeitete Auflage. BLV Buchverlag, München 2012, ISBN 978-3-8354-0957-6, Seite 298.
  • Thomas Pakenham: Bäume Die 72 größten und ältesten Bäume der Welt. Christian Verlag, München 2005, ISBN 3-88472-673-0, Seiten 194-195.
  • Hans Joachim Fröhlich: Alte liebenswerte Bäume in Deutschland. Cornelia Ahlering Verlag, Buchholz 2000, ISBN 3-926600-05-5, Seiten 290-291.
  • Hans Joachim Fröhlich: Band 2, Bayern. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1990, ISBN 3-926181-09-5, Seite 88.
  • Friedrich Stützer: Die größten, ältesten oder sonst merkwürdigen Bäume Bayerns in Wort und Bild. Piloty & Löhle, München 1900.
Letztes Update: 30. Dezember 2016