Eiche bei Graditz

Eiche bei Graditz
Die Eiche steht zwischen den Gemeinden Graditz und Pülswerda in den Elbauen direkt neben einem Hochwasserdamm. Die Elbe fließt etwa 250 m südwestlich vorbei. Die Eiche steht im Überflutungsgebiet der Elbe. Insgesamt ein beeindruckender Baum im völligen Freistand. Im Jahre 1954 wurde die Eiche zum Naturdenkmal erklärt. Der monumentale Stamm ist sehr vielgestaltig. Zum Boden hin befinden sich mehrere Ausbuchtungen. Auf einer Seite befindet sich eine Breite Blitzrinne die sich weit nach oben zieht und vor vielen Jahren von einem Blitzeinschlag stammt. Auf der anderen Seite befindet sich zum Boden hin eine kleine Öffnung, wo man den morschen Stammkern sieht. Die ersten Äste gingen früher in etwa 3 m ab. Heute befinden sich dort Überwallungen. Um die Wiese unter der Eiche besser nutzen zu können, wurde sie vor vielen Jahren aufgeastet. Die sehr große Krone zeigt nur wenig Totholz. Die Blitzrinne endet oben in einem abgestorbenen Ast, wo vermutlich der Blitz eingeschlagen hat. Die Vitalität der Eiche ist noch gut.
Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1994 7,25 m Hans Joachim Fröhlich
2016 7,85 m Rainer Lippert
Ort: Graditz
Gemeinde: Torgau
Landkreis: Nordsachsen
Bundesland: Sachsen
Höhe: 85 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 350 Jahre
Brusthöhenumfang: 7,85 m
Taillenumfang: 7,69 m
Höhe des Baumes: 21 m
Kronendurchmesser: 25 m
Jahr der Messungen: 2016

Literatur

  • Jeroen Pater: Riesige Eichen: Baumpersönlichkeiten und ihre Geschichten. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-440-15157-0, Seite 256.
  • Hans Joachim Fröhlich: Band 11, Sachsen. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1994, ISBN 3-926181-25-7, Seite 53.
Letztes Update: 22. Januar 2017