Friederikeneiche im Hasbruch bei Hude

Friederikeneiche im Hasbruch bei Hude
Die Friederikeneiche steht mitten im Urwald Hasbruch, bei der Gemeinde Hude, 20 km östlich von Oldenburg. Die Friederikeneiche ist die letzte der sogenannten über 1.000-jährigen Eichen. Früher gab es im urwaldähnlich bewachsenen Naturwaldgebiet mehrere Monumentale Eichen. Die Dicke Eiche brannte 1923 nieder, die Amalieneiche stürzte 1982 zusammen. Beide Eichen hatten einst über 9 m Umfang. Heute kommt mit der Georg-Marien-Eiche (BHU: 6,00 m) nur noch eine weitere Eiche auf über 6 m Umfang. Die Friederikeneiche hat starke Wucherungen am Stamm. Die Wucherungen sollen auf die frühere Viehhaltung, die Waldweide, zurückzuführen sein. Der Stamm teilt sich in etwas über 2 m Höhe in 2 starke Triebe auf, wobei der eine Trieb, der fast die halbe Krone ausgemacht hat, im Jahr 1967 abgebrochen ist. Die Bruchstelle ist noch heute zu sehen. Der andere Trieb bildet die heutige Krone, die aus einigen Ästen besteht. Zum Alter der Eiche gibt es stark unterschiedliche Angaben, von teilweise bis zu 1.270 Jahren, womit es die älteste Eiche Deutschlands wäre. Insgesamt ist der Zustand der Monumentalen Eiche nicht am besten, die Vitalität ist aber noch in Ordnung.
Ort: Hude
Gemeinde: Hude
Landkreis: Oldenburg
Bundesland: Niedersachsen
Höhe: 40 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 600 Jahre
Brusthöhenumfang: 7,81 m (Taille)
Taillenumfang: 7,81 m
Höhe des Baumes: 22 m
Kronendurchmesser: ca. 15 m
Jahr der Messungen: 2016
Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1981 7,00 m Hartwig Goerss
1993 8,00 m Hans Joachim Fröhlich
2016 7,81 m Rainer Lippert

Literatur

  • Jeroen Pater: Riesige Eichen: Baumpersönlichkeiten und ihre Geschichten. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-440-15157-0, Seiten 134-141.
  • Bernd Ullrich, Stefan Kühn, Uwe Kühn: Unsere 500 ältesten Bäume: Exklusiv aus dem Deutschen Baumarchiv. 2. neu bearbeitete Auflage. BLV Buchverlag, München 2012, ISBN 978-3-8354-0957-6, Seite 57.
  • Uwe Kühn, Stefan Kühn, Bernd Ullrich: Bäume, die Geschichten erzählen. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, München 2005, ISBN 3-405-16767-1, Seite 32.
  • Hans Joachim Fröhlich: Alte liebenswerte Bäume in Deutschland. Cornelia Ahlering Verlag, Buchholz 2000, ISBN 3-926600-05-5, Seiten 62-63.
  • Hans Joachim Fröhlich: Band 5, Niedersachsen. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1993, ISBN 3-926181-20-6, Seite 66.
  • Hans Hermann Klingenberg und Anneliese Schulte Strathaus: Der Hasbruch – alte Eichen erzählen. Verlag Siegfried Rieck, Delmenhorst 1987, ISBN 3-920794-33-8, Seiten 13-15.
  • Hartwig Goerss: Unsere Baum-Veteranen. Landbuch, Hannover 1981, ISBN 3-7842-0247-0, Seiten 31-33.
  • Krimhield Stöver: Der Hasbruch – Bilder und Geschichten. Heinz Holzberg Verlag, Oldenburg 1981, ISBN 3-87358-145-0.
Letztes Update: 25. Januar 2017