Eiche beim Forsthaus Grüner Jäger bei Stapel

Eiche beim Forsthaus Grüner Jäger bei Stapel
Die Eiche steht knapp 3 km nordöstlich von Stapel, einem Ortsteil von Amt Neuhaus, beim Forsthaus Grüner Jäger. Die Ortschaft Stapel gehörte mit dem Forsthaus bis 1992 noch zu Mecklenburg-Vorpommern. 1992 wurde dann der Wechsel nach Niedersachsen von der Gemeinde beschlossen. Die Försterei mit Haupthaus und Nebengebäuden steht mitten im Wald auf einer großen Lichtung. Die Eiche gehört vom Umfang her zu den dicksten Eichen in Deutschland. Dennoch war sie lange Zeit weitgehend unbekannt. Den ersten Hinweis gibt das Deutsche Baumarchiv in Deutschlands alte Bäume. Den Hinweis hat das Baumarchiv um 2006 von einem Baumfreund aus Wernigerode bekommen. Der Stamm ist knorrig und zum Boden hin sehr breit und wuchtig. Auf einer Seite hat der Monumentale Stamm eine markante Blitznarbe und ist zum Boden hin geöffnet. Der Stamm ist komplett hohl. Messungen in Brusthöhe führen über Stammverdickungen. Misst man exakt in 1,3 m Höhe und waagerecht kommt man auf 9,85 m Umfang. Misst man auf einer Seite nur minimal höher, oberhalb der Wucherung, kommt man auf 8,90 m Umfang. Die Krone wird durch mehrere Starkäste gebildet und ist noch recht dicht beastet. Es fehlen nur wenige Äste. Ebenso ist der Totholzanteil recht gering. Die Vitalität der Eiche ist in Ordnung. Eine wahre Monumentale Eiche die hier abgelegen auf einer Waldlichtung grünt.
Ort: Stapel
Gemeinde: Amt Neuhaus
Landkreis: Lüneburg
Bundesland: Niedersachsen
Höhe: 15 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 450 Jahre
Brusthöhenumfang: 8,90 m
Taillenumfang: 7,78 m
Höhe des Baumes: 19 m
Kronendurchmesser: 17 m
Jahr der Messungen: 2017

Literatur

  • Stefan Kühn, Bernd Ullrich, Uwe Kühn: Deutschlands alte Bäume: Sagenhafte Baumgestalten zwischen Küste und Alpen. 7. Auflage, Neuausgabe. BLV Verlagsgesellschaft, München 2014, ISBN 978-3-8354-1224-8, Seite 64.
  • Bernd Ullrich, Stefan Kühn, Uwe Kühn: Unsere 500 ältesten Bäume: Exklusiv aus dem Deutschen Baumarchiv. 2. neu bearbeitete Auflage. BLV Buchverlag, München 2012, ISBN 978-3-8354-0957-6, Seite 62.
Letztes Update: 15. April 2017