Eiche in Bötersheim

Eiche in Bötersheim
Die Eiche steht in Bötersheim, einem kleinen Ortsteil von Kakenstorf, hinter einem Kriegerdenkmal. Einer Sage nach soll im Stamm ein Kobold hausen, der jedoch durch einen Blitzschlag im 20. Jahrhundert vertrieben worden ist. Um 1904 ist der Stamm ausgebrannt. Heute ist der Stamm ist stark zerklüftet. Zum Kriegerdenkmal zeigt sich eine sehr große Öffnung, die wie ein Ohr ausschaut. Auf der Rückseite hat der Stamm ebenfalls große Öffnungen. Große Teile des Stammes sind zerfasert und morsch. Innen ist der Stamm komplett hohl und voller Mulm. Auf dem Monumentalen Stamm sitzt eine stark reduzierte Krone auf. Die Krone wird nur noch durch wenige Starkäste gebildet. Zur Stabilisierung sind zwei Stahlseile zum Boden gespannt, damit die Eiche nicht umfällt. Anfang des 20. Jahrhundert wurde die Eiche zweimal vom Blitz getroffen, mit anschließendem wochenlangen Schwelbrand. Im Jahre 1959 ist dann der Stamm zerborsten und ein großer Ast ist ausgebrochen. Davor soll der Umfang etwa 9 m betragen haben. Der Zustand der Eiche ist nicht am besten, aber die Vitalität ist soweit noch in Ordnung.
Ort: Bötersheim
Gemeinde: Kakenstorf
Landkreis: Harburg
Bundesland: Niedersachsen
Höhe: 30 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 400 Jahre
Brusthöhenumfang: 7,30 m
Taillenumfang: 7,15 m
Höhe des Baumes: 23 m
Kronendurchmesser: ca. 10 m
Jahr der Messungen: 2016
Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1907 6,75 m Wilhelm Brandes
1993 7,10 m Hans Joachim Fröhlich
2016 7,30 m Rainer Lippert

Literatur

  • Hans Joachim Fröhlich: Band 5, Niedersachsen. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1993, ISBN 3-926181-20-6, Seite 84.
  • Wilhelm Brandes: Forstbotanisches Merkbuch: Nachweis der beachtenswerten und zu schützenden urwüchsigen Sträucher, Bäume und Bestände im Königreich Preussen. V Provinz Hannover, Gebrüder Bornträger, Berlin 1907, Seite 171.
Letztes Update: 24. November 2016