Tausendjährige Eiche bei Schloss Holte

Tausendjährige Eiche bei Schloss Holte
Die Tausendjährige Eiche steht westlich von Schloß Holte inmitten des Holter Waldes, etwa 350 m südwestlich vom Jagdschloss Holte. In unmittelbarer Nähe fließt der Ölbach vorbei, über die eine Brücke geht. Schlieckmann gibt 1904 in Westfalens bemerkenswerte Bäume einen Umfang von 7 m an. Mit etwa 1 cm im Jahr ist die Eiche im letzten Jahrhundert recht langsam gewachsen. Bereits damals war der Stamm komplett hohl. Die Eiche ist seit 1937 als Naturdenkmal ausgewiesen. Der Monumentale Stamm ist komplett hohl, hat im Bodenbereich einige unregelmäßige Verdickungen und 3 große, längs förmige Öffnungen. Die Öffnungen sind mit einem grobmaschigem Zaun verschlossen. In den Zäunen hängen vereinzelt Liebesschlösser von verliebten Paaren. Die Eiche wurde bereits mehrmals baumchirurgisch behandelt. 2000 wurde die Krone bei Pflegearbeiten stark gestutzt, um den hohlen Stamm zu entlasten. 2011 wurde die Krone erneut bei Pflegemaßnahmen eingekürzt. Der Stamm wurde in etwa 10 m Höhe gekappt. Die reduzierte Krone besteht jetzt nur noch aus kleineren Ästen und Zweigen. Die Vitalität ist trotz der Schädigungen noch recht gut.
Ort: Schloss Holte
Gemeinde: Schloss Holte-Stukenbrock
Landkreis: Gütersloh
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Höhe: 130 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 500 Jahre
Brusthöhenumfang: 8,15 m
Taillenumfang: 8,03 m
Höhe des Baumes: 18 m
Kronendurchmesser: 10 m
Jahr der Messungen: 2014
Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1904 7,00 m Emil Schlieckmann
1992 8,10 m Hans Joachim Fröhlich
2014 8,15 m Rainer Lippert

Literatur

  • Bernd Ullrich, Stefan Kühn, Uwe Kühn: Unsere 500 ältesten Bäume: Exklusiv aus dem Deutschen Baumarchiv. 2. neu bearbeitete Auflage. BLV Buchverlag, München 2012, ISBN 978-3-8354-0957-6, Seite 182.
  • Hans Joachim Fröhlich: Band 4, Nordrhein-Westfalen. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1992, ISBN 3-926181-18-4, Seite 146.
  • Emil Schlieckmann: Westfalens bemerkenswerte Bäume: Ein Nachweis hervorragender Bäume und Waldbestände. Velhagen & Klasing, Bielefeld 1904, Seite 48.
Letztes Update: 25. November 2016