Eiche beim Schloss Schönfeld

Eiche beim Schloss Schönfeld
Die Eiche steht auf dem Gelände von Schloss Schönfeld, in der Nähe des Schlosses. Die Eiche steht auf Privatgrund, die Schlossanlage ist nicht frei zugänglich. Das Schloss wurde im Auftrag Otto von Rundstedt ab 1873 ein der Renaissance und dem Barock nachempfundenes Bauwerk errichtet. 1885 folgte die Parkanlage im englischen Stil, in dem der alte Baumbestand mit einbezogen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat das Schloss mehrmals den Besitzer gewechselt und verschiedene Nutzungen erfahren. Seit 2014 ist das Schloss im Besitz eines Hamburger Unternehmer-Ehepaars.  Die Schlossanlage dient seitdem als sogenanntes Event-Schloss. Das Schloss kann zu verschiedenen Events gebucht werden. Bei geschlossenen Veranstaltungen, wie etwa einer Hochzeit, ist ein Besuch der Schlossanlage und der Eiche nicht möglich. Zum Besuch der Eiche ist eine vorherige Terminabsprache notwendig. Die Eiche zählt für mich zur schönsten Eiche in Sachsen-Anhalt. Seit 1936 ist sie bereits ein Naturdenkmal. Schon vom Eingangsbereich aus ist die ungemein wuchtige Erscheinung der Eiche zu sehen. Der Monumentale Stamm ist komplett geschlossen. Auf einer Seite zeigt sich eine mehrere Meter lange Narbe, vermutlich von einem Blitzeinschlag, die beinahe komplett verschlossen ist. In 2 m Höhe ist die Schnittfläche von einem sehr dicken Ast, der waagerecht abgeht, zu sehen. Der Stamm löst sich in etwa 10 m Höhe in 2 dicke Äste auf, die die große Krone bilden. Der Zustand der Eiche wie auch die Vitalität ist noch sehr gut.
Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1994 7,30 m Hans Joachim Fröhlich
2017 7,55 m Rainer Lippert
Ort: Schönfeld
Gemeinde: Bismark-Steinfeld
Landkreis: Stendal
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Höhe: 50 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 400 Jahre
Brusthöhenumfang: 7,55 m
Taillenumfang: 7,41 m
Höhe des Baumes: 25 m
Kronendurchmesser: ca. 24 m
Jahr der Messungen: 2017
Eiche beim Schloss Schönfeld

Literatur

  • Hans Joachim Fröhlich: Band 7, Sachsen-Anhalt. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1994, ISBN 3-926181-19-2, Seite 70.
Letztes Update: 29. Mai 2017