Waleiche in Lunzig

Waleiche in Lunzig
Die Waleiche steht am Westrand von Lunzig, ein Ortsteil von Langenwetzendorf. Sie steht auf einem Bodendenkmal, dem Wall, einer ehemaligen Ringwallanlage. In der Mitte des Walls befand sich ein aufgeschütteter Turmhügel mit Gebäude. Heute sind nur noch Reste der Anlage zu sehen. Die Eiche ist frei zugänglich, der Zugang erfolgt von der Hauptstraße aus. Der monumentale Stamm hat einen ausgeprägten Stammfuß. Zu einer Seite hin ist er breit und wuchtig. Der Stamm steht leicht schräg und trägt eine unregelmäßige Krone. Die Vitalität ist voll gegeben. Fröhlich beschreibt die Eiche in Wege zu alten Bäumen: „Stieleiche mit leicht gedrehtem und geneigtem Wuchs. Stamm vermutlich hohl, starke Krone. ‚Wahl‘ = altdeutsch = Wall. Hier: Wall vor dem ehem. Rittergut Lunzig.“ Als Standort gibt er folgendes an: „am nördlichen Ortsrand auf einem kleinen Hügel, auf dem Grundstück der Familie Noll, auf einem alten Wahlgraben.“ Fröhlich schreibt Wahleiche, mit h. Auf einer Informationstafel vor Ort wird die Eiche als Waleiche ohne h beschrieben.
Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1994 5,25 m Hans Joachim Fröhlich
2025 5,95 m Rainer Lippert
Ort: Lunzig
Gemeinde: Langenwetzendorf
Landkreis: Greiz
Bundesland: Thüringen
Höhe: 355 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 300 Jahre
Brusthöhenumfang: 5,95 m
Taillenumfang: 5,38 m
Höhe des Baumes: 13 m
Kronendurchmesser: ca. 18 m
Jahr der Messungen: 2025

Literatur

  • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Thüringen e. V. (Hrsg.): Sagenhafte Bäume in Thüringen. City Druck und Repro-Center GmbH Erfurt, Oberdorla 1999, Seite 85.
  • Hans Joachim Fröhlich: Band 10, Thüringen. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1994, ISBN 3-926181-24-9, Seite 191.
Letztes Update: 4. Januar 2026