Die Waleiche steht am Westrand von Lunzig, ein Ortsteil von Langenwetzendorf. Sie steht auf einem Bodendenkmal, dem Wall, einer ehemaligen Ringwallanlage. In der Mitte des Walls befand sich ein
aufgeschütteter Turmhügel mit Gebäude. Heute sind nur noch Reste der Anlage zu sehen. Die Eiche ist frei zugänglich, der Zugang erfolgt von der Hauptstraße aus. Der monumentale Stamm hat einen
ausgeprägten Stammfuß. Zu einer Seite hin ist er breit und wuchtig. Der Stamm steht leicht schräg und trägt eine unregelmäßige Krone. Die Vitalität ist voll gegeben. Fröhlich beschreibt die
Eiche in Wege zu alten Bäumen: „Stieleiche mit leicht gedrehtem und geneigtem Wuchs. Stamm vermutlich hohl, starke Krone. ‚Wahl‘ = altdeutsch = Wall. Hier: Wall vor dem ehem. Rittergut
Lunzig.“ Als Standort gibt er folgendes an:
„am nördlichen Ortsrand auf einem kleinen Hügel, auf dem Grundstück der Familie Noll, auf einem alten Wahlgraben.“ Fröhlich schreibt
Wahleiche, mit
h. Auf einer Informationstafel vor Ort wird die Eiche als Waleiche ohne
h beschrieben.