Fuchseiche bei Groß Gievitz

Fuchseiche bei Groß Gievitz
Die Fuchseiche, oder im Dialekt auch Vosseik genannt, steht etwa 2 km nördlich von Groß Gievitz und 400 m östlich der alten Ziegelei in einem Bruchwald auf einer kleinen Lichtung. In dem sumpfigen Wäldchen gibt es viele Deiche und Tümpel. Die Herkunft des Namens ist nicht bekannt. In der Nähe und unter den Wurzeln befinden sich schon seit langer Zeit Fuchsbauten. Der Name könnte von daher kommen. Er kann aber auch von Voß, dem früheren Besitzer von Groß Gievitz, kommen. Der sich konisch verjüngende Stamm ist ohne Beeinträchtigung. Zum Boden hin hat der Stamm mächtige Stützwurzeln ausgebildet. In gut 2 m Höhe geht bereits der erste sehr starke Ast ab. Die sehr große Krone ist weitverzweigt und bis auf ein paar einzelne, ausgebrochene oder abgestorbenen Ästen, in einem sehr guten Zustand. Der Stamm und viele Äste sind auffällig stark bemoost. Die Monumentale Eiche strotzt nur so vor Kraft. Sie ist absolut vital.
Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1939 7,20 m Georg von Arnswaldt
1979 8,00 m Roepke & Krägenow
1988 8,00 m Karl Lemke, Hartmut Müller
1994 7,90 m Hans Joachim Fröhlich
2016 8,70 m Rainer Lippert
Ort: Groß Gievitz
Gemeinde: Peenhagen
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Höhe: 50 m über NN
Baumart: Stieleiche
Alter: etwa 400 Jahre
Brusthöhenumfang: 8,70 m
Taillenumfang: 8,11 m
Höhe des Baumes: 28 m
Kronendurchmesser: 30 m
Jahr der Messungen: 2016

Literatur

  • Stefan Kühn, Bernd Ullrich, Uwe Kühn: Deutschlands alte Bäume. 7. Auflage, Neuausgabe. BLV Verlagsgesellschaft, München 2014, ISBN 978-3-8354-1224-8, Seite 56.
  • Karl-Heinz Engel: Baumriesen zwischen Berlin und Rügen. 1. Auflage. Steffen Verlag/Steffen GmbH, Berlin 2013, ISBN 978-3-942477-38-3, Seiten 88-91.
  • Bernd Ullrich, Stefan Kühn, Uwe Kühn: Unsere 500 ältesten Bäume: Exklusiv aus dem Deutschen Baumarchiv. 2. neu bearbeitete Auflage. BLV Buchverlag, München 2012, ISBN 978-3-8354-0957-6, Seite 31.
  • Hans Joachim Fröhlich: Band 9, Mecklenburg-Vorpommern. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1994, ISBN 3-926181-23-0, Seite 132.
  • Karl Lemke, Hartmut Müller: Naturdenkmale. Bäume, Wasserfälle, Felsen. Tourist-Führer. VEB Tourist Verlag, Berlin/Leipzig 1988. ISBN 3-350-00284-6, Seite 109.
Letztes Update: 24. November 2016