Heiliger Baum bei Eberstal

Heiliger Baum bei Eberstal
Der Heilige Baum, auch Hohle Eiche genannt, steht 800 m südlich von Eberstal auf einer Hochfläche. Sie steht zwischen Eberstal und Diebach in einem kleinen Wäldchen. Vom Umfang her ist sie eigentlich für meine Seite noch etwas zu dünn, aber wegen der Besonderheit nehme ich sie mit auf. Die Hohle Eiche ist ein Ort der Andacht. Der Monumentale Stamm ist hohl und halbseitig geöffnet. Im Hohlraum des Stammes steht eine Madonnenfigur. Geschmückt ist das ganze mit Blumen, Andachtsschale, Spendenbüchse, Grableuchten und heiligen Bilder. Vor der Öffnung stehen mehrere Sitzbänke. Die Eiche hat für die Region eine gewisse Bedeutung. Schulklassen machen Ausflüge zur Eiche, Wallfahrten gehen an der Eiche vorbei und machen dort halt. Bereits Fröhlich schreibt in seinem Büchlein Wege zu alten Bäumen über die Eiche: „Die Stieleiche ist eine urige Erscheinung mit kurzem, aber ausgesprochen knorrigem, bemoostem Stamm. Faszinierendes Ensemble von Baum und Andachtsstätte. Im hohlen Stamm der Eiche befindet sich eine Madonnenfigur, die vielmals mit Blumen geschmückt ist. Der Zustand der Eiche ist nicht mehr besonders gut. Bis auf einen beinahe senkrecht nach oben gehender Ast ist sie abgestorben. Die Vitalität ist am Nachlassen.
Ort: Eberstal
Gemeinde: Ingelfingen
Landkreis: Hohenlohekreis
Bundesland: Baden-Württemberg
Höhe: 390 m über NN
Baumart: Traubeneiche
Alter: etwa 250 Jahre
Brusthöhenumfang: 5,15 m (Taille)
Taillenumfang: 5,15 m
Höhe des Baumes: 10 m
Kronendurchmesser: ca. 8 m
Jahr der Messungen: 2017
Entwicklung des Brusthöhenumfangs
1995 4,70 m Hans Joachim Fröhlich
2017 5,15 m Rainer Lippert

Literatur

  • Hans Joachim Fröhlich: Band 12, Baden-Württemberg. In: Wege zu alten Bäumen. WDV-Wirtschaftsdienst, Frankfurt 1995, ISBN 3-926181-26-5, Seiten 113-114.
Letztes Update: 12. Juli 2017